Ich muss jetzt einfach mal anfangen...sonst werde ich es nie schaffen!
Recess week...eine Woche keine Vorlesungen, keine universitären Verpflichtungen, gedacht um die laufenden Aufgaben zu erfüllen und den Vorlesungsstoff nachzuarbeiten, nicht aber für die Exchange-Students, denn diese sollen, wollen und werden sich viel lieber Süd-Ost-Asien anschauen...in meinem Fall war das ein kleiner Teil von Indonesien, angefangen mit Jakarta und dann noch weiter nach Bali...nun aber nach der Reihe:
Die Crew: Joel, Maleachi, Conrad, Flavio (von links nach rechts)
Samstag Morgen ging es mit Joel, Flavio (beides Schweizer) und Maleachi (Deutscher der in der Schweiz studiert) vom Singapore Flughafen nach Jakarta...dort mussten wir uns erstmal für 25 US Dollar ein 30 Tage Visum kaufen...es wird kräftig mitverdient!
Aufgrund von intensivem studieren diverser Reiseführer wußten wir, dass wir uns nicht einfach von Taxifahrer anqautschen und uns irgendwas andrehen lassen sollten...nach einer Weile war auch ein sogenanntes "Blue Bird Taxi" (eine Taxicompany die als zuverlässig und sicher gilt) gefunden und der Weg zum Hotel konnte beginnen.Aufgrund von unglaublichem Trafficjam in und um die Stadt, hat es circa 1,5 Stunden bis zu unserem Hotel gedauert, aber das bin ich ja so langsam hier in Asien gewohnt! Unser Hotel war wirklich super...für 20 € die Nacht hat man ein tolles Zimmer, ein bißchen Spa und ein gutes Frühstück bekommen, was will man mehr?
Am Abend ging eigentlich nicht viel, da die Muslime gerade ihren Ramadan gefeiert haben, was wirklich lästig war, da die ganzen Clubs und viele Restaurants geschlossen waren! Da unsere singapurianische Handyfirma (Singtel) für einen Auslandseinsatz mit der Prepaidkarte horrende Preise (SmS und eine Min. telefonieren je 1,5 €) verlangt, habe ich herausgefunden, dass es um einiges günstiger ist, sich im jeweiligen Land eine lokale Simkarte für circa 1 € zu kaufen. Als wir an einem Verkaufsstand eine solche Karte geordert haben und ich sie in mein Handy eingesteckt und dieses neustarten wollte ging aber nach einem Softwareabsturz gar Nichts mehr...Handy tot! Das selbe Problem widerfuhr auch Joel, der genau das gleiche Handymodell wie ich hatte...ob das irgendwie korreliert ist oder nicht konnten wir bis jetzt noch nicht ausmachen. Aber auch ohne Handy kann (wenn auch unkomfortabel) man leben!
Nachdem der erste Schreck und Wut verpflogen war sind wir dann noch lecker Abeessen gegangen...am nächsten Morgen stand dann ein wenig Touriprogramm auf dem Plan!
Vor dem National Monument
Neben dem National Monument, auf das man hochfahren kann, haben wir uns die größte Mosche Süd-Ost-Asiens angeschaut...wirklich unglaublich, es passen auf das gesamte Gebiet der Mosche circa 350.000 Gläubige...muss man sich mal vorstellen! Nach einer interessanten Tour sind wir dann noch so rumgelaufen und haben uns die Stadt angeschaut.
Modetrend von Morgen, oder vergrauter Blaumann???
Jakarta ist wirklich dreckig und nicht schön, normalerweise sagt man sowas ja nicht, aber es stimmt einfach. Verwunderlich ist, dass es gar keine richtige Innenstadt gibt. auch erschreckend war, dass z.B.: neben einem schönem Hotel oder einer Mall sofort eine bruchbude, ein Slums oder etwas Ähnliches sein kann...ein Stadtteil mit nur schönen und befestigten Bauten konnten wir während unser Tour nicht ausfindig machen. Was besonders in Jakarta genervt hat waren die Taxifahrer...wenn man dann mal ein Taxi der Blue Bird Group gefunden hat und dem Taxifahrer erklärt hat wo man hin möchte ist er einfach losgefahren ohne eine Ahnung zu haben wo er genau hin muss...nach einer halben Stunde Fahrt fragt man dann mal, ob er auch genau weiß wo der aufzusuchende Ort ist, dann stoppt er, fragt einen Kollegen und versucht es dann wieder....dieser Prozess kann sich dann zwei bis dreimal wiederholen bis man entweder wütend das Taxi verlässt oder genervt an seinem Ziel angekommen ist: Stempeln wir es als Erlebnis ab :-)
Wir hatten von Freunden zwar einige gute Adressen fürs Ausgehen, da aber Ramadan war, waren circa 85 % davon geschlossen, was wir natürlich erst vor verschlossenene Türen mitbekommen haben. Lustig war auch, dass Alkohol während des Ramadans eigentlich verboten ist, so dass wir unser Bier in Teekanen und aus Tassen genossen haben, dass sei bei Kontrollen nicht so auffällig...wie auch immer!
Bier aus Kanne und Tasse, originell!
Am Montag sind dann weiter nach Bali geflogen, unser eigentliches Ziel! Endlich raus aus der Durian City ;-)
Bali:
Die erste Nacht waren wir in einem normalen Hotel in Kuta, was dem balinesischem Ballermann entspricht! Unglaublich viele Touristen, besonders Australier treiben hier ihr Unwesen. Ab Dienstag an haben wir dann in einer privaten Villa genächtigt...sie gehört einem schweizer Geschäftsmann welcher ein Freund von einem Freund von Joel ist...es war der Hammer! Ich möchte gar nicht zuviel Worte darüber verlieren, schaut euch einfach die Bilder und/oder die HP: http://www.villamandalaybali.com/ an.
Villa Mandalay
Lässt sich aushalten, gell...!
In den nächsten Tagen hatten wir dann eine Mischung aus Strand-Besichtigungs-Surf-und natürlich Partyurlaub. Eine wohl geloungene Mischung aus Allem. Besonders toll war das Meer mit seinen wirklich großen Wellen....wer mich kennt weiß, dass ich Wellen liebe und es war wirklich toll...auch wenn das surfen alles Andere als einfach ist. Beeindruckt hat mich auch die balinesische Landschaft mit ihren wunderschönen Reisfeldern, die wohl das saftigste grün aller Zeiten haben: wunderschön! Wenn man ein bißchen aus Kuta rausfährt und das Land erkundet, ist Bali wunderschön und manche Stellen unberührt vom Massentourismus.
Es fehlte nur noch der Free Willy Waal
Die Balinesen verdienen eigentlich nur mit drei Dingen ihr Geld:
1. Tourismus
2. Reisbauern (oder andere Bauern)
3. Handcrafts (Möbel, Kunst, etc.)
Man merkt, dass die Leute überall mit den Touristen Geld machen wollen...zum Beispiel wird man ständig von irgendwelchen Strandverkäufern belaggert, die einem dann eine Massage, Surfdienstleistungen, irgendwelche Strandsachen oder alles Andere verkaufen wollen....und die sind wirklich penetrant. Sehr nervend, besonders wenn man einfach mal nur die Sonne, das Meer und die Umgebung genießen möchte...aber das gehört wohl dazu!
Was habe ich noch so gesehen bzw. erlebt (Auszug für die Öffentlichkeit :-):
Eine Vorbereitung zum Hahnenkampf (Den eigentlichen Hahnenkampf konnten wir aufgrund von zeitlichen Gründen nicht anschauen...ist ja auch illegal!)
Schmetterlingsfarm (super cool, siehe Fotos!)
Betrunkene und abartig primitive Australier
Tolle und beeidruckende Tempel
Super schmackhaftes balinesisches Essen
Sonne, Strand und Party (Logo!)
Reisfelder noch und nöcher...
Es war wirklich eine tolle Woche, die ich sicher nicht so schnell vergessen werde. Bali ist wunderschön und ich wär gerne noch ein paar Tage länger geblieben, da noch viel zum erkunden übrig geblieben war.
Sagen wir es mal so: Bali, ich hoffe ich komme wieder ;-)
Euer Conrad
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